Danke, dass Sie sich engagieren

Allen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich kürzlich an den Jegenstorfer Wahlen für ein Amt zur Verfügung stellten, danken wir herzlich für ihr Engagement! Unsere Demokratie bietet vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv an der Politik zu beteiligen. Das heisst noch lange nicht, dass man gleich ein öffentliches Amt übernehmen muss. An Abstimmungen meine Meinung kundzutun und an Wahlen teilzunehmen ist nicht nur ein Recht, ich persönlich verstehe es auch ein wenig als meine Pflicht als Stimmbürger. Und ich bin stolz und dankbar dafür, diese Aufgabe erfüllen zu können. Nirgends ist die aktive Beteiligung an der Politik einfacher als auf Gemeindeebene, zum Beispiel an der Gemeindeversammlung.

 

Eine kürzlich eingereichte Initiative in Jegenstorf verlangt nun, dass Budgetvorlagen, die eine Steuererhöhung beinhalten, an der Urne und nicht an der Gemeindeversammlung beschlossen werden müssen. Das Initiativkomitee begründet seinen Vorstoss u. a. damit, dass Steuererhöhungen "uns alle" betreffen und nicht nur den kleinen Bruchteil der Stimmberechtigten, der jeweils an der Gemeindeversammlung teilnimmt. Dies taugt jedoch nicht als Argument zur Befürwortung der Initiative. Die Initianten müssten konsequenterweise fordern, dass sämtliche Entscheide, die "alle" betreffen, der Entscheidkompetenz der Gemeindeversammlung zu entziehen sind. Ganz abgesehen davon, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung keine Steuern bezahlt. Gehören diese nicht zu "uns allen"?

 

Ca. 18 % der Jegenstorfer Stimmberechtigten haben die Initiative unterzeichnet. Offenbar befinden sich viele darunter, die nie oder nur sehr selten an einer Gemeindeversammlung teilnehmen, sonst wären diese viel besser besucht. Deshalb bitte ich Sie, liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Initiative: Nehmen Sie an den Gemeindeversammlungen teil und bringen Sie sich auch hier aktiv in die Gemeindepolitik ein. Dann haben Sie die Gelegenheit, ein Budget nicht nur anzunehmen oder abzulehnen, sondern auch kritische Fragen zu stellen oder vorzuschlagen, wo der Gemeinderat inskünftig Änderungen vornehmen sollte.

 

Ich möchte das Initiativkomitee und die Unterzeichnenden an folgendes erinnern: Die heutige finanzielle Situation wurde massgeblich durch eine Politik geprägt, die nicht Steuern auf Vorrat erheben und damit Reserven für (zumindest teilweise vorhersehbare) anstehende grosse Investitionsbrocken anlegen wollte. Deshalb senkten die damaligen Verantwortlichen die Steuern. Das ist legitim, insbesondere, weil man damals wusste, dass Zeiten kommen werden, in denen der Steuersatz wieder angehoben werden muss. Der Gemeinderat vertraute den Stimmberechtigten, dass sie vernünftig genug sind, um nach einer Phase tiefer Steuern auch wieder Hand zu bieten für massvolle und begründete Steuererhöhungen. An den Gemeindeversammlungen in den letzten Jahren wurde die Steueranlage jeweils auch relativ problemlos genehmigt. Dadurch erwiderten die Jegenstorferinnen und Jegenstorfer das in sie gesetzte Vertrauen. Eigentlich erstaunlich für unsere zu oft nur kurzsichtige und schnelllebige Zeit! Ich hoffe, dass solches in Jegenstorf auch in Zukunft noch möglich ist.

News der EVP Schweiz

12.04.2019 | 

Frauentagung vom 18. Mai 2019

Men­schen­würde – mit die­sem Thema laden die EVP Frauen Schweiz zu einer Impuls– und Ver­net­zungs­ta­gung am 18. Mai nach Aarau ein.

03.04.2019 | 

Anmeldung KMU-Forum 2019

Die Poli­tik debat­tiert hef­tig über den CO2-​Ausstoss und die dar­aus fol­gende Kli­ma­ver­än­de­rung. Rund 32 Pro­zent der Treib­haus­gas­em­mis­sio­nen in der Schweiz wer­den durch den Ver­kehr (ohne Flug­ver­kehr) ver­ur­sacht. Die stark stei­gende Mobi­li­tät ist Trei­ber die­ser Emmis­sio­nen und die grösste Her­aus­for­de­rung auf dem Weg zu einer nicht-​fossilen Ener­gie­ver­sor­gung. Das KMU-​Forum beleuch­tet öko­no­mi­sche Wege zu einer Reduk­tion des CO2-​Austosses in Han­del, Mobi­li­tät und Arbeit.

27.03.2019 | 

Geht es den Kindern gut, geht es der Schweiz besser

In einem Pos­tu­lat for­dert EVP-​Nationalrat Nik Gug­ger den Bun­des­rat auf, eine Stra­te­gie und geeig­nete Mass­nah­men zu erar­bei­ten, um die frühe För­de­rung der Kin­der in der Schweiz wirk­sam und wirt­schaft­lich zu koordinieren.